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Statuten

Name und Sitz
Artikel 1   
Unter dem Namen Vereinigung St. Michael, sozialtherapeutische Wohn- und Arbeitsgemeinschaft, besteht ein Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB mit Sitz in Oberhofen am Thunersee.

II. Zweck
Artikel 2   
Die Vereinigung stellt sich die Aufgabe, seelenpflegebedürftigen Erwachsenen ein Zuhause und einen ihren individuellen Möglichkeiten entsprechenden Arbeitsplatz, sowie die notwendige Unterstützung und Pflege zu geben.
Grundlage dieser Bemühungen bilden die Anregungen aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft Rudolf Steiners.
Zur Erreichung dieser Aufgabe kann die Vereinigung die nötigen Lokalitäten erwerben oder mieten.
Sie strebt keinen Gewinn an.
Die Vereinigung ist politisch und konfessionell neutral.

III. Mitgliedschaft
1. Beitritt
Artikel 3   
Mitglied können alle natürlichen und juristische Personen werden, die die Vereinigung als etwas Berechtigtes anerkennen und gewillt sind, sie gemäss ihrem Zweck zu unterstützen.

2. Aufnahme
Artikel 4   
Über die Aufnahme eines Mitgliedes beschliesst die Mitgliederversammlung.

3. Erlöschen der Mitgliedschaft

Artikel 5  
Der Austritt aus der Vereinigung erfolgt durch schriftliche Meldung an den Vorstand auf Ende eines Vereinsjahres unter Beachtung einer Kündigungsfrist von sechs  Monaten.
Mitglieder können von der Mitgliederversammlung oder vom Vorstand ohne Angabe eines Grundes ausgeschlossen werden.
Bei Liquidation der Vereinigung erlischt die Mitgliedschaft automatisch.
Das Erlöschen der Mitgliedschaft entbindet nicht von der bestehenden finanziellen Verpflichtung für das laufende Vereinsjahr.

4. Mitgliederbeiträge
Artikel 6   
Die Mitgliederversammlung bestimmt die Mitgliederbeiträge.
Juristische Personen bezahlen mindestens das fünffache des Mitgliederbeitrages von Einzelmitgliedern.

IV. Organisation
1. Organe
Artikel 7   
Die Organe der Vereinigung sind:
-    die Mitgliederversammlung
-    der Vorstand
-    die Heimleitung
-    die Kontrollstelle

2. Mitgliederversammlung
a) Aufgaben und Kompetenzen
Artikel 8   
Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ der Vereinigung.   
Sie hat folgende unübertragbare Aufgaben und Kompetenzen:
1.    Entgegennahme der Jahresberichte des Vorstandes und der Heimleitung und deren Entlastung.
2.    Entgegennahme des Berichtes der Kontrollstelle.
3.    Genehmigung der Jahresrechnung.
4.    Wahl des Vorstandes (auf die Dauer von 3 Jahren).
5.    Wahl der Kontrollstelle (auf die Dauer von 1 Jahr).
6.    Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern.
7.    Festsetzung der Mitgliederbeiträge.
8.    Beratung und Beschlussfassung über alle Fragen, die ihr vom Vorstand
       zur Entscheidung vorgelegt werden, sowie über Anträge aus dem Kreise der Mitglieder.
9.    Beschlussfassung über die Auflösung der Vereinigung und die Verwendung des Liquidationsüberschusses.

b) Einberufung
Artikel 9   
Pro Vereinsjahr findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt.
Ausserordentliche Mitgliederversammlungen können durch den Vorstand nach Bedarf einberufen werden.
Ferner können 1/5 der Mitglieder oder die Kontrollstelle schriftlich unter Angabe des Grundes beim Vorstand die Einberufung einer Mitgliederversammlung verlangen.
Die Einberufung der ordentlichen, wie auch der ausserordentlichen Mitgliederversammlung, erfolgt durch den Vorstand unter Angabe der Traktanden minde-stens 14 Tage vor dem Versammlungstermin.
Die Jahresrechnung, der Bericht  der Kontrollstelle und Anträge auf Änderung der Statuten sind der Einladung beizulegen.
Über Gegenstände, die nicht ausdrücklich unter den Traktanden erwähnt sind, kann nur abgestimmt werden, wenn 3/4 der anwesenden Mitglieder  und der Vorstand der sofortigen Beschlussfassung zustimmen.
Der Vorsitz der Mitgliederversammlung führt der Präsident oder ein anderes Mitglied des Vorstandes.
Über die Versammlungen ist ein Protokoll zu führen, das vom Vorsitzenden und vom Protokollführer zu unterzeichnen ist.

c) Stimmberechtigung und Beschlussfassung
Artikel 10   
Jedes Mitglied und jede Kollektivmitgliedschaft hat eine Stimme.
Die Beschlussfassungen und Wahlen erfolgen mit einfacher Stimmenmehrheit der Anwesenden.
Bei Stimmgleichheit entscheidet der Vorstand in seiner nächsten Sitzung.
Bei Statutenänderungen ist eine 2/3-Mehrheit erforderlich.
Die Auflösung der Vereinigung bedarf einer 3/4-Mehrheit.

3. Vorstand
a) Aufgaben und Kompetenzen
Artikel 11    
Der Vorstand vertritt die Vereinigung in rechtlich-wirtschaftlichen Angelegenheiten. Er leitet die Vereinigung  im Einvernehmen mit der Heimleitung, die an den Vorstandsitzungen teilnimmt. 
a)    Die treuhänderische Verwaltung der Finanzen.
b)    Die Erstellung des Jahresberichtes und der Jahresrechnung zu handen der Mitgliederversammlung.
c)    Das Erstellen der Traktandenliste für die Mitgliederversammlung.
d)    Die Bezeichnung der Personen, denen die rechtsverbindliche Einzel- und Kollektivunterschrift zusteht.
e)    Die Wahl der Heimleitung, nach Absprache mit der Mitarbeiterkonferenz, und die Festsetzung deren Saläres.

b) Zusammensetzung und Wahl
Artikel 12   
Der Vorstand besteht mindestens aus:
-    dem Präsidenten
-    dem Kassier
-    dem Sekretär
Er kann bei Bedarf um bis zu sechs Beisitzer erweitert werden.
Der Vorstand kann sich durch Kooptation ergänzen, dies bedarf der Zustimmung der jeweils nächsten Mitgliederversammlung.
Die Vorstandsmitglieder werden auf 3 Jahre gewählt. Wiederwahl ist möglich.
Ergänzungswahlen erfolgen auf die restliche Dauer der Gesamtwahl.

c) Versammlung
Artikel 13   
Der Vorstand gibt sich seine Geschäftsordnung selbst. Den Vorsitz führt der Präsident oder dessen Stellvertretung.
Über die Verhandlungen ist ein Protokoll zu führen und vom Protokollführer zu unterzeichnen.

d) Beschlussfassung
Artikel 14   
Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder anwesend ist.
Er fasst seine Beschlüsse mit relativem Mehr.


4. Heimleitung
Artikel 15   
Der Heimleitung obliegt die Führung, Organisation und Verwaltung des Heimes. Sie ist verantwortlich für die Erfüllung der in Artikel 2 beschriebenen Aufgaben und in dieser Funktion selbständig mit Ausnahme der Pflichten, die ausschliesslich dem Vorstand vorbehalten sind. Sie nimmt an den Vorstandsitzungen teil.
Sie arbeitet auf anthroposophischer Grundlage.
Sie ist im Rahmen der vom Vorstand erlassenen Reglemente und Weisungen zur Vertretung des Heimes nach Aussen, zur Anstellung und Entlassung ihrer Mitarbeiter, sowie zur Festsetzung derer Saläre berechtigt.
Sie entscheidet über die Aufnahme und den Ausschluss von Heimbewohnern.
Sie ist verantwortlich für die regelmässige Berichterstattung gegenüber dem Vorstand und der alljährlichen Mitgliederversammlung.
Das Zusammenarbeitsverhältnis zwischen Vorstand und Heimleitung wird durch ein Reglement geordnet.

5. Kontrollstelle
Artikel 16   
Als Kontrollstelle wählt die Mitgliederversammlung ein Treuhandinstitut oder einen oder mehrere Revisoren, die nicht Mitglieder des Vorstandes sind.
Die Kontrollstelle wird für 1 Jahr gewählt. Wiederwahl ist möglich.

V. Finanzielle Bestimmungen
1. Mittel
Artikel 17   
Zur Erfüllung des Zweckes stehen der Vereinigung folgende finanzielle Mittel zur Verfügung:
a)    Pensionserträge (IV, Versorger, öffentliche und private Fürsorgestellen).
b)    Subventionen. 
c)    Das Kapital und der Ertrag des Vermögens der Vereinigung.
d)    Die Mitgliederbeiträge.
e)    Freiwillige Zuwendungen.
Für die Verbindlichkeit der Vereinigung haftet ausschliesslich das Vermögen der Vereinigung.

2. Vereinsjahr
Artikel 18   
Als Vereinsjahr gilt das Kalenderjahr.

VI. Liquidation

Artikel 19   
Im Falle einer Auflösung der Vereinigung werden Gewinn und Kapital durch den Vorstand einer an der Mitgliederversammlung bestimmten, wegen Gemein-nützigkeit oder öffentlichem Zweck steuerbefreiten juristischen Person mit Sitz in der Schweiz zugewendet. Dabei ist zu beachten, dass diese einen ähnlichen Zweck wie die Vereinigung St. Michael verfolgt.

Die vorstehenden Statuten wurden an der Mitgliederversammlung vom 17. Juni 2003 angenommen und ersetzen die Statuten vom 15. Mai 1992.

Der Präsident                    Die Sekretärin
François Meier                  Evi de Roche